Zum „Tag des Alkoholgeschädigten Kindes“: Marlene Mortler stellt neues Buch für eine Verbesserung der Versorgungslage vor

51zPdPlBLmL__SX353_BO1,204,203,200_Jedes Jahr wird am 9. September der „Tag des Alkoholgeschädigten Kindes“ begangen. Anläßlich dieses Tages hat heute die Drogenbeauftragte gemeinsam mit dem Verein FASD-Deutschland e.V. und den Herausgebern und Autoren das Buch „Suchtgefährdete Erwachsene mit Fetalen Alkoholspektrumsstörungen“ vorgestellt.

Marlene Mortler: „Der 9.9. ist ein Tag, den ich immer gut markiert in meinem Kalender habe. Und jeder kann ihn sich gut merken, denn neun Monate dauert eine Schwangerschaft. Und genau so lange lebt das ungeborene Kind mit dem Risiko einer späteren Behinderung, wenn nämlich die Mutter während dieser Zeit Alkohol trinkt. Jedes Jahr kommen in Deutschland etwa 2.000 Kinder mit dem Vollbild einer Fetalen Alkoholspektrumsstörung (FASD) zur Welt, noch viel mehr Neugeborene leiden unter teilweisen Beeinträchtigungen, die durch den Alkoholkonsum der Mutter während der Schwangerschaft verursacht wurden. Die Diagnose ist nicht immer einfach zu stellen, die Behandlung und Betreuung von FASD-Patientinnen und Patienten ist eine Herausforderung für alle Beteiligten. Ich bin daher sehr froh, dass es uns im Rahmen eines Forschungsprojekts gelungen ist ein Buch zu entwickeln, dass die Verbesserung der Versorgungssituation von FASD-Patientinnen und Patienten zu verbessern.“

Fast jeder zweite Erwachsene mit einer Fetalen Alkoholspektrumsstörung entwickelt zusätzlich zur bestehenden Beeinträchtigung eine Suchtstörung. Daher ist es wichtig, bei der Diagnose, Behandlung und Betreuung dieser Patientinnen und Patienten deren besondere Situation zu berücksichtigen. Das Buch „Suchtgefährdete Erwachsene mit Fetalen Alkoholspektrumsstörungen“ zeigt auf wissenschaftlich fundierter Basis auf, wie Diagnostik, Screening-Ansätze und Interventionsmöglichkeiten aussehen können. Es gibt Anregungen für den diagnostischen, therapeutischen und pädagogischen Umgang mit diesem Personenkreis, der oftmals von einer komplexen und schwer zu behandelnden Beeinträchtigung gezeichnet ist.

Marlene Mortler: „Menschen mit FASD brauchen unsere gezielte Hilfe. Dafür ist das heute vorgestellte Buch ein Meilenstein. Wir werden aber nicht Stehenbleiben und weiter aufklären. Denn eines ist klar: FASD ist die einzige Krankheit die zu 100% vermeidbar ist. Jede und Jeder muss wissen, dass bereits ein Gläschen Alkohol in der Schwangerschaft eine lebenslange Behinderung des Kindes verursachen kann. Daher gilt: In der Schwangerschaft immer 0,0 Promille! “

Das Buch „Suchtgefährdete Erwachsene mit Fetalen Alkoholspektrumsstörungen“ ist herausgegeben von Gela Becker, Klaus Hennicke und Michael Klein unter Mitarbeit von Mirjam N. Landgraf. Es ist im Verlag De Gruyter erschienen und ab sofort unter der ISBN-Nummer: 978-3-11-042511-6 im Buchhandel erhältlich.

Weitere Informationen unter  

www.drogenbeauftragte.de

www.fasd-deutschland.de 

Die Pressemitteilung von FASD finden Sie HIER.

 

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.