Fetale Alkoholspektrumstörung – und dann? Ein Handbuch für Jugendliche und junge Erwachsene

2016_Handbuch_FASDDie Drogenbeauftragte der Bundesregierung Frau Marlene Mortler stellte am 25.02.2016 das Handbuch „Fetale Alkoholspektrumsstörung – und dann?“ als einen Ratgeber vor, der sich erstmals an betroffene Jugendliche und junge Erwachsene richtet.

Schätzungen zufolge kommen in Deutschland jährlich etwa 10.000 Babys mit alkoholbedingten Schädigungen, sogenannten fetalen Alkoholspektrum-Störungen (FASD) auf die Welt – mehr als 2.000 von ihnen mit dem Vollbild des Fetalen Alkoholsyndroms (FAS). Fetale Alkoholspektrum-Störungen zählen zu den häufigsten bereits bei der Geburt vorliegenden Behinderungen in Deutschland. Nur ein Drittel der Menschen mit FASD kann selbständig leben.

Einerseits gilt es, dem mit präventiven Maßnahmen vorzubeugen. Andererseits benötigen Betroffene, ihre Familien und Angehörige Aufklärung, Beratung und Unterstützung. Dies gilt insbesondere für die berufliche Ausbildung, das spätere Berufsleben und das selbstständige Wohnen.

Marlene Mortler sagt dazu: „Noch immer glauben viel zu viele Frauen, dass ein Gläschen Alkohol in der Schwangerschaft nicht schaden wird. Dabei kann es fatale Folgen haben, mit denen Kinder und Eltern ihr Leben lang umgehen müssen. Prävention ist daher ganz wichtig: Wir müssen die werdenden Mütter und ihr Umfeld über die Risiken aufklären. Ebenso wichtig ist es aber auch, den Betroffenen Hilfe anzubieten.“

Das Handbuch richtet sich direkt an die betroffenen Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Es informiert nicht nur über die Erkrankung sondern gibt auch praktische Tipps für das Zusammenleben mit anderen Menschen und versucht mit dem Aufzeigen konkreter Unterstützungsangebote den Betroffenen zu helfen, ihren Alltag besser zu bewältigen.

Entwickelt wurde die Publikation gemeinsam mit dem Evangelischen Sonnenhof e.V. in Berlin. Der Sonnenhof war eine der ersten Einrichtungen in Deutschland, in der eine professionelle Hilfe für Menschen mit FASD angeboten wurde.

Weitere Informationen unter: www.drogenbeauftragte.de

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